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Stellungnahmen

Revision der Wolf- und Luchskonzepte

Die beiden Konzeptentwürfe sind im Vergleich zu den heute anwendbaren Konzepten überaus komplex gestaltet und insbesondere massiv überreguliert. Die beiden Konzeptentwürfe lassen in der Praxis die notwendigen Eingriffe nicht zu. Sie verhindern die durch Artikel 4 der eidgenössischen Jagdverordnung festgelegte Zielsetzung der Regulation der Grossraubtierbestände von Wolf und Luchs.

JagdSchweiz befürchtet, dass der faktische Ausschluss der Regulation nicht nur der Wilderei Vorschub leistet, sondern auch die Akzeptanz bei der betroffenen Bevölkerung keineswegs fördert. Aus diesen Gründen lehnt JagdSchweiz die Konzepte Wolf und Luchs in der vorgeschlagenen Form ab und verlangt grundsätzliche Anpassungen, damit Eingriffe bei schadenstiftenden Tieren ohne Verzögerung und die Regulation auf Populationsstufe praxisgerecht möglich werden.


Die beiden Konzepte sind betreffend anwendbare Kriterien ungenügend aufeinander abgestimmt. Sie berücksichtigen nicht die gleichzeitige Präsenz und das entsprechende Schadenpotenzial von Wolf und Luchs innerhalb desselben Perimeters. JagdSchweiz lehnt die vorgeschlagene Lösung der Schaffung von Haupt- und Teilkompartimenten ab, da diese starre und statische Struktur aus der Sicht von JagdSchweiz der aktuellen Verbreitung der Grossraubtiere Wolf und Luchs keineswegs gerecht zu werden vermag. Insbesondere trägt die Kompartimentsregelung einem verstärkten lokalen Vorkommen von Wolf und Luchs nicht Rechnung. Bei einer Aufteilung in Haupt- und Teilkompartimente sind diese gestützt auf Vorkommen, Lebensweise und Einzugsgebiet der jeweiligen Grossraubtiere festzulegen. Dabei ist die „Handlungsfähigkeit“ innerhalb der Kompartimente so zu gewährleisten, dass die direkt betroffenen Kantone die absolute Handlungsfähigkeit bewahren können.


Die hinsichtlich der Regulation von Wolfs- und Luchsbeständen definierten Eingriffskriterien sind in Bezug auf die Schalenwildbestände, respektive hinsichtlich der hohen Einbussen im Jagdregal zwingend abzuändern. Bei der Regulation von Luchsen ist massgeblich auf deren Dichte von max. 1.5 Luchs / 100km2 bzw. bei der Regulation von Wölfen auf einen Streckenrückgang von max. 15% der (Schalen-)Wildbestände vor dem Zeitpunkt einer allfälligen Wolfspräsenz abzustellen. Die vorgeschlagenen Kriterien der Waldverjüngung sind im Rahmen der Regulation von Wolf- und Luchsbeständen zu relativieren. Einzeltierabschüsse und Regulation sollen auch in Jagdbanngebieten und/oder Wasser- und Zugvogelreservaten möglich sein. Die Abschusskriterien für einzelne, schadenstiftende Wölfe und Luchse sind auf ein Minimum zu reduzieren. Es sind wenige, einfache und klar definierte Abschusskriterien festzulegen. JagdSchweiz fordert, dass die durch die eidgenössischen Räte angenommene Motion 10.3264 zur Revision von Artikel 22 der Berner Konvention umgehend an die Hand zu nehmen ist.

 

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Stellungnahme Konzepte Wolf Luchs.pdf

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