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Stellungnahmen

Notabschuss von 18 Rehkitzen im Kanton Bern

Jagd Schweiz bedauert es sehr, dass 18 Rehkitze auf Grund von fehlerhaften Sendehalsbändern die zu Studienzwecken angebracht wurden, aus Tierschutzgründen erlegt werden mussten. Es ist für Jäger unverständlich, dass die verwendeten Halsbänder im Vorfeld offensichtlich nicht ausreichend getestet worden sind.

 

Die Interaktion zwischen den verschiedenen Wildarten und deren Auswirkungen auf die einzelnen Populationen in den einheimischen Lebensräumen ist nur ungenügend erforscht. Dies trifft insbesondere auch auf die Auswirkungen des Vorkommens von Grossraubwild auf die Schalenwildbestände zu. Die verfügbaren Studien stammen überwiegend aus Ländern, deren Wildlebensräume nicht mit der Schweiz vergleichbar sind. JagdSchweiz begrüsst aus diesen Gründen grundsätzlich die Wildtierforschung. Die Zielsetzungen der Forschungsprojekte müssen aber darauf ausgelegt sein, dass im Resultat neue Erkenntnisse zu erwarten sind, die der Praxis brauchbare Entscheidungsgrundlagen liefern und dem Schutz der betroffenen Tiere jederzeit gerecht werden. Das Projekt im Berner Oberland wurde mit Blick auf den Tierschutz nicht sorgfältig genug vorbereitet. Die verantwortlichen Forschersind aufgefordert, in Zukunft die Risiken professioneller einzuschätzen, um Vorkommnisse wie im Berner Oberland zum Vorneherein auszuschliessen.

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