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Aktuell

Position zum internationalen Jagdtourismus und der damit verbundenen Forderung des Schweizer Tierschutzes

Grundsätzlich halten wir fest, dass JagdSchweiz sich primär um die jagdlichen Belange in der Schweiz kümmert. Entsprechend äussern wir uns nur bedingt zum Thema der Auslandjagd.

Wir bringen unsere diesbezüglichen Anliegen ein in den Europäischen Verband: European Federation of Associations for Hunting & Conservation (FACE) und die Weltorganisation: International Council for Game and Wildlife Conservation (CIC). Bei beiden Organisationen sind wir Mitglied.

Die Aufgabe des CIC ist die Erhaltung einer nachhaltigen und sinnvollen Jagd auf globaler Ebene zum Zwecke der Förderung und Erhaltung der Arten. Gleichzeitig setzt sich der CIC dafür ein, dass die Jagd auf der Basis des Artenschutzmanagements ausgeübt wird. Entsprechend unterstützt der CIC die Regierungen und Umweltorganisationen bei der Erhaltung der natürlichen Ressourcen durch nachhaltige Nutzung und hilft, nationale Wildlife Management-Praktiken und Jagdsysteme (Gesetzgebung, Austausch von Best Practices, etc.) zu verbessern. Der CIC bietet wissenschaftlichen Daten und Fakten zu Artenschutz- und Jagdfragen, er unterstützt die wissenschaftliche Forschung über Wildtiermanagement und Naturschutz. Heute ist der CIC in 86 Ländern aktiv. Mitglieder sind die Regierungen von 32 Mitgliedstaaten der ganzen Welt, Jagd- und Naturschutzverbände, Universitäten und Experten in einer Vielzahl von Forschungsfeldern sowie engagierte Privatpersonen. Der CIC hat über 40 nationale Delegationen, die für die Koordination der Aktivitäten in ihren Ländern verantwortlich sind.

Der CIC hält Bündnisse zur Förderung der nachhaltigen Nutzung sowie der Förderung von Tierpolitik und deren Rechtsentwicklung. Die wichtigsten Partner sind:

  • Vereinte Nationen: Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (FAO), Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)
  • Umweltkonventionen: Convention on Biological Diversity (CBD), Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES); Konvention über wandernde Tierarten (CMS), Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasser-vögel (AEWA), Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wild lebenden Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (Berner Konvention), Ramsar-Konvention über Feuchtgebiete
  • Internationale Nichtregierungsorganisationen: IUCN, Wetlands International , Internationale Vereinigung für Falknerei (IAF), Zusammenschluss der Verbände für Jagd und Wildtiererhaltung in der EU (FACE), International Union of Wildbiologen (IUGB).
  • Nationale Nicht-Regierungs-Organisationen: Die nationalen Delegationen des CIC arbeiten auch mit NGOs zusammen, die relevante nationale oder regionale Aspekte der Jagd und Wildtiererhaltung bearbeiten.

JagdSchweiz und deren Mitgliederorganisation CIC Schweiz arbeiten in vielen Arbeitsgruppen von FACE und CIC mit. Wir erachten es als sinnvoll und richtig, wenn wir unser Wissen im Sinne einer vernünftigen Jagd in diese Organisationen mit einbringen, um neben der Jagd auch den Artenschutz zu unterstützen. Weiter ist zu bedenken, dass in vielen Ländern die Einnahmen aus dem Jagdtourismus für die Erhaltung der Wildlebensräume und den Schutz vor Wilderei verwendet werden und gleichzeitig wertvolle Arbeitsplätze finanzieren. Aus diesen Gründen können und wollen wir uns nicht gegen die Jagdausübung in anderen Ländern einsetzen. Die internationalen Jagdorganisationen mit ihren Mitgliedern leisten heute einen sehr wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Aus unserer Sicht wäre es verfehlt, wenn sich JagdSchweiz gegen die Ausübung der Jagd im Ausland ausspricht. Ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz ginge damit verloren. In diesem Sinne sollte der Schweizer Tierschutz die jagdlichen Aktivitäten von Schweizer Jägern im Ausland nicht isoliert betrachten, sondern das entsprechende Engagement ebenfalls in ihre Beurteilung mit einbeziehen.


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