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Aktuell

Position JagdSchweiz zum Einsatz bleifreier Munition

Nach dem Beitrag des SRF-Einstein ist das Thema "Bleifreie Munition" auch in der Schweiz öffentlich lanciert. Die Berichterstattung stützt sich dabei einzig auf Studien und Aussagen, welche die Vorteile bleifreier Munition hervorheben. Auf Studien die die Vorteile herkömmlicher Munition belegen und die ins Feld geführten Nachteile relativieren, wurde nicht eingegangen.

Ein "Glaubenskrieg" in dieser Sache wäre verfehlt. Ein Verbot konventioneller Bleimunition ist in jedem Fall solange verfehlt, als die Tötungswirkung, die Sicherheit, der Einfluss auf die Gesundheit von Mensch und Tier, die Waffenverträglichkeit, usw. von bleifreier Munition nicht mit Sicherheit geklärt sind. Es soll jedem Jäger überlassen sein, sich für die Munition zu entscheiden, die er für eine verantwortungsvolle Jagd in seinem Jagdgebiet als richtig erachtet.


In der Fachbroschüre „Konventionelle und innovative Jagdbüchsengeschosse" sind die Fakten, Bewertungen und Entscheidungshilfen zu den Themen:

  • Eigenschaften von Material für Jagdbüchsengeschosse
  • Wildbrethygiene und Humantoxikologie
  • Ökotoxikologische Bewertung von Jagdbüchsengeschosse
  • Jagdliche Sicherheit
  • Verwendung bleifreier Solid-Geschosse auf Schiessständen
  • Tötungswirkung
  • Jagdpraktische Erfahrungen
  • Verträglichkeit von Waffe und Munition

von ausgewiesenen Fachleuten ausführlich behandelt. Gemeinsam kommen die Experten zum Schluss, dass bei der Einführung neuer Geschossmaterialien und einem Verbot bisher genutzter Geschosse die fünf Problembereiche:

  1. Wildbrethygiene bzw. Humantoxikologie von Schwermetallen
  2. Ökotoxikologie von Schwermetallen
  3. Jagdliche Sicherheit
  4. Tötungswirkung
  5. Verträglichkeit von Waffe und Munition

gleichermassen zu beachten sind. Blei darf nur substituiert werden, wenn durch vorurteilsfreie und ergebnisoffene Untersuchungen nach strengen wissenschaftlichen Kriterien eine Alternative gefunden wird, die in Abwägung aller fünf Bereiche eine Verbesserung bzw. Gleichwertigkeit gegenüber Blei darstellt. Das vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung im März 2013 durchgeführte Symposium „Alle(s) Wild?: Stand der Wissenschaft zum Verhalten bleifreier Munition bei der Jagd sowie zum Eintrag der Munitionsbestandteile Blei, Kupfer und Zink in jagdlich gewonnenen Wildbret" hat deutlich werden lassen, dass in einzelnen Bereichen durchaus noch weitere Untersuchungen bzw. Auswertungen vorliegender Resultate notwendig sind.

Eine abschliessende Beurteilung, ob bleifreie Munition gegenüber den heute eingesetzten bleihaltigen Geschosse die Anforderungen in allen Bereichen erfüllt, ist gestützt auf die aktuell vorliegenden Untersuchungen und Gutachten nicht möglich.


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