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Hegepreis 2013 geht an die Jagdgesellschaft Neudorf im Kanton Luzern

Bei seiner zweiten Austragung konnte die Jury des Hegepreises von JagdSchweiz aus zehn hochstehenden Naturschutzprojekten die besten auswählen. Das diesjährige Siegerprojekt kommt von der Jagd Neudorf (LU) und ist ein Paradebeispiel wie Landwirtschaft und Jagen Hand in Hand gehen können. Mit dem Hegepreis zeichnet die Dachorganisation der Schweizer Jäger jährlich die besten und innovativsten Projekte zugunsten der Vielfalt von Lebensräumen und Arten aus.

 

Anfang Jahr forderte JagdSchweiz die rund 30‘000 Schweizer Jägerinnen und Jäger auf, ihre Naturschutzprojekte für den zweiten Hegepreis einzureichen. Projekte zugunsten der Natur und Umwelt sind wichtiger Bestandteil der Jagd. Bis Ende Mai wurden 10 Dossiers aus allen Landesteilen an die Jury übermittelt und zeigen erneut die ganze Breite des jagdlichen Engagements zugunsten der Natur.

 

Der erste Preis über 5‘000 Franken - gestiftet durch den Internationalen Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) - geht an das Vernetzungsprojekt „vernetzt denken - konkret handeln“ von der Jagdgesellschaft Neudorf (LU). Die Jagdgesellschaft hat in enger Zusammenarbeit mit den zwei jagenden Brüdern und Betriebsleitern des Römerhofs, Fritz und Lukas Hüsler, zahlreiche ökologische Aufwertungen auf ihrem Betrieb umgesetzt. Die Massnahmen gehen von der Realisierung mehrerer Tümpel für die gezielte Förderung der Kreuzkröte, über Nisthilfen für den Storch bis hin zur Öffnung und Renaturierung eines eingedolten Baches. Die Betriebsleiter sind zudem Mitinitianten des Vernetzungsprojekts Michelsamt, das grösste seiner Art im Kanton Luzern.

 

Der zweite Preis über 3‘000 Franken geht an das Projekt „Felsenfalter/ Berghexe, Val Müstair“ von der Società Turettas aus Müstair (GR). Der Felsenfalter ist in der Schweiz stark bedroht und findet fast keinen geeigneten Lebensraum mehr. Durch die Förderung von Trockenrasenstandorten und Waldrandpflege wurde in einem Gebiet von rund 30‘000 m2 in mehr als 300 Arbeitsstunden ein geeigneter Lebensraum für die bedrohte Schmetterlingsart geschaffen. Erste Sichtungen des Felsenfalters deuten auf einen Erfolg des Projekts hin. Zudem profitieren heckenbrütende Kleinvögel und Kleinnager von den Arbeiten.

 

Der dritte Preis über 2‘000 Franken geht an das Projekt „Roveraccio“ der Società Cacciatori Pairolo Sonvico aus Sonvico (TI). Die Jagdgesellschaft hat mit viel Einsatz eine extrem verbuschte Zone auf einem Hügel oberhalb von Sonvico von Unholz gesäubert und eine Lebensraumaufwertung für zahlreiche Wildtiere (Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase) erreicht. Viele Pflanzenarten, Blumen, Pilze, Heidelbeeren und andere wilde Sträucher haben sich wieder angesiedelt.

 

Der Anerkennungspreis der Jury über 1‘000 Franken wird dem Projekt „Rettet die jungen Wildtiere“ der Stiftung Wildtiere, Natur, Landschaft und Leben aus Turgi (AG) verliehen. Über eine alljährliche Informationskampagne mit einem informativen Flyer werden die Jäger/innen und Landwirte/ Landwirtinnen für den gezielten Schutz der jungen Wildtiere sensibilisiert und informiert. Zudem wird kontinuierlich die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Jägern und Landwirten verbessert und die Jägerschaft setzt sich mit einem enormen Pensum an Freiwilligenarbeit für die Rettung der jungen Wildtiere vor der Mahd ein.

 

Die Besucher der Webseite JagdSchweiz (www.jagdschweiz.ch) konnten die eingereichten Projekte im Internet beurteilen und ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben. Der diesjährige Publikumspreis in der Höhe von 1‘500 Franken wird gestiftet durch den Schweizer Jäger. Er geht an das Hegeprojekt „Hünizug“ der Jagd- und Hegegruppe Dirräwald aus Silenen (UR). Diese bekämpft den Verlust von Äsungsflächen im Gebiet um Silenen.

 

Die Jury bestehend aus Mirjam Ballmer, pro natura; Patrick Durand, Direktor ECOTEC environnement SA; Pierre Mollet, dipl. Biologe, Vogelwarte Sempach; Dr. Andreas Moser, Biologe und Redaktor, NETZ NATUR SRF sowie Hanspeter Egli, Präsident JagdSchweiz, beurteilte die Projekte nach den Kriterien: Initiative und Beitrag der Jäger, Grösse und Dauer, Auswirkungen auf die Wildtiere, Beteiligung der Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit. Die Gewinner sind verpflichtet, das Preisgeld für die Weiterführung oder Weiterentwicklung des Projektes zu verwenden.

 

Download Projektdossiers (PDF)

  1. Patriziato di Biasca e societa cacciatori Diana Di Biasca: Studie Lärchenwald auf der Alpe di Albèa und der Alpe di Cava
  2. Jagdgesellschaft Wängi-Heidelberg: Aufwertungsmassnahmen im Vernetzungskorridor
  3. Jagdgesellschaft Kriens-Horw-Schattenberg: Schutz der Waldameisen
  4. Stiftung Wildtiere, Natur, Landschaft und Leben: Rettet die jungen Wildtiere
  5. Jagdgesellschaft Kriens-Grüebli: Sanierungsprojekt Dorschneiweiher
  6. Società Turettas: Felsenfalter / Berghexe Val Müstair
  7. Jagd- und Hegegruppe Dirräwald: Verbuschung, Verlust von Äsungsflächen
  8. Società Cacciatori Pairolo Sonvico: „Roveraccio“ Lebensraumaufwertung für Wildtiere
  9. Società Cacciatori Dana Gambarognese: Wiederherstellen von Alpweiden
  10. Jagd Neudorf: „vernetzt denken – konkret handeln“ (Realisierung von Tümpeln zur Förderung der Kreuzkröte / Nisthilfe für den Storch / Realisierung Mehlschwalbenturm)

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