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Aktuell

Der Hegepreis wirkt nachhaltig...

Dass der Hegepreis von JagdSchweiz nachhaltig wirkt, zeigt das Beispiel der Neudorfer Jäger (LU). Ihr Projekt wurde im Oktober 2013, mit dem Hegepreis ausgezeichnet. Das Hand-in-Hand gehen von Landwirtschaft und Jagd wurde dabei als besonders vorbildlich hervorgehoben. Seither ist viel passiert und die Initianten haben sich nicht auf den Lorbeeren ausgeruht. Deren Engagement geht – motiviert durch die Auszeichnung – weiter.  Projekte sind umgesetzt, neue Ideen sind initiiert.


Lautes Quaken...
Über den letzten Winter initiierten die Neudorfer Jägern mehrere Stillgewässer, welche die Lebensraumvernetzung und -aufwertung für Amphibien und Reptilien zum Ziel hatten. Zu diesen gehören bekannte Arten wie Wasserfrosch, Erdkröte und Bergmolch. Die besondere Aufmerksamkeit galt jedoch den weniger bekannten Spezies, der gefährdeten Kreuzkröte – sie ist in und um Neudorf im schweizweiten Vergleich noch häufig zu hören – und der Ringelnatter, für welche in der Region ein Wiederbesiedlungsprogramm läuft.
Möglich wurde die Realisierung der Tümpel und Weiher dank dem Stillgewässerprojekt Luzern Nord, bei welchem die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz der Schweiz karch als Trägerin auftritt. Dieses Projekt übernahm nicht nur die Kosten der Umsetzung, es sorgt auch für die Erfolgskontrolle. Private Hauptfinanziererin des Stillgewässerprojekts ist die Albert Koechlin Stiftung. Daneben leisten der Fonds Landschaft Schweiz, Pro Natura Luzern und die Göhnerstiftung namhafte Beiträge.


...emsige Mäusejäger...
Mittel aus dem Hegepreis 2013 sind in die Realisierung von Kleinstrukturen auf dem Betrieb Römerhof geflossen. In einem zweitägigen Einsatz realisierten Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Beromünster stattliche Steinburgen als besondere Fördermassnahme für das Hermelin.
Diese kleine Räubern aus der Familie der Marder baut für die Aufzucht seiner Jungtiere ein von Wetter und Kälte gut geschütztes Nest, idealerweise unter einem Ast- oder Steinhaufen. Im Herz der von den Schülern geschaffenen Wieselburgen liegt eine künstlich geschaffene Aufzuchtkammer die mit Laub ausgepolstert ist und über genügend Fluchtwege verfügt. Dass solche Strukturen rasch angenommen werden zeigten die ersten Kontrollen diesen Sommer. Erste Wiesel wurden in der Umgebung dieser künstlichen Kleinstrukturen bereits beobachtet.
Für die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Beromünster war diese praktische Naturschutzarbeit ein nachhaltiges Erlebnis. Zusätzlich ergab sich den Neudorfer Jägern die Gelegenheit Jugendlichen die Ziele der Lebensraumvernetzung zu vermitteln.


...heimliche Ringelnattern...


Zwei weitere Projekte der Neudorfer Jäger sind noch dieses Jahr geplant. Im Herbst möchten sie am Rand der zahlreich geschaffenen Waldweiher in ihrem Revier Kleinstrukturen für die Eiablage der Ringelnatter schaffen. Sie unterstützen damit ein kantonales Förderprojekt welches die Ausbreitung dieses Reptils zwischen Baldegger- und Sempachersee zum Ziel hat. Diese Kleinstrukturen zu schaffen erfordert viel Handarbeit und Fingerspitzengefühl für eine optimale Wahl des Standortes. Denn nur unter idealen Bedingungen, legt die Ringelnatter zwischen Ende Juni und August ihre Eier in vermodernde Komposthaufen, Baumstrümpfe oder Binsen und Schilfansammlungen ab. In diesen Strukturen wird durch die Verrottung organischen Materials Wärme frei, was ein ideale Klima bis zum Schlüpfen der Jungtiere bildet.


...und das Klappern der Störche
Mit einem weiteren Projekt wollen die Neudorfer Jäger medienwirksam auf das Engage-ment der Jagd für intakte Lebensräume aufmerksam machen. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Vernetzungsprojekt und der regionalen Feuerwehr, werden Sie am Rand des Bürger- und des Chommlemooses zwei Nisthilfen für den Weissstorch platzieren. Denn seit einigen Jahren ist dieser in der Bevölkerung beliebte Vogel wieder regelmässig Gast im Michelsamt, wo er sich auf den Wiesen seine Beute sucht. Es ist zu wünschen, dass eine erste Brut nicht lange auf sich warten lässt.


Gute Kontakte und die Freude am Erfolg
Es sind die kleinen Erfolge, die welche die Neudorfer Jäger motivieren Hegearbeit zu leisten. Das Beobachten einer Wieselfamilie die „ihre Burg“ in Beschlag nimmt oder einer Ringelnatter die auf der Jagd nach Wasserfröschen auf dem stillen Wasser des Waldweihers ihre Spuren zieht.
Wo holen sich die Neudorfer Jäger ihre Ideen? Sie sind nicht nur in das regionale Vernetzungsprojekt Michelsamt mit eingebunden, sie pflegen auch gute Kontakte zu den Schutzorganisationen und zur kantonalen Abteilung Natur. Bei ihnen holen sie fachliche Unterstützung und sie helfen auch, wenn es darum geht eine Finanzierung für die Material- und Maschinenkosten zu finden.
Mit der Auszeichnung der Neudorfer Jäger hat JagdSchweiz also nicht allein deren bisheriges Engagement honoriert, sondern – ganz den Zielen des Hegepreises entsprechend – vor allem viel Neues ausgelöst. Weidmannsdank!

Neudorfer Jäger (mit Maustaste über Bild: Bildinformationen)

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